Pädagogik

Eine wesentliche Grundlage unserer Arbeit ist der christliche Glaube.
Wir sind Teil der evangelischen Kirchengemeinde. Entsprechend gibt es neben einer
partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den Eltern eine enge Bindung an die Gemeinde.
In unserer Kindertagesstätte vermitteln wir den Kindern Glauben und christliche Werte
durch unser Vorbild im Zusammenleben und im Umgang mit anderen Menschen.
Jedes Kind und seine Familien sind uns willkommen, egal ob sie unserer christlichen
oder eine anderen Religion angehören oder konfessionslos sind.

Unser Bild vom Kind bildet die Richtschnur für unsere Haltung zu den Kindern.
Im würdevollen Umgang und in einer vertrauensvollen Atmosphäre wollen wir die Kinder
zu selbständigen, selbstbewussten und verantwortungsvollen Menschen erziehen.

Das selbstbestimmte Spiel nimmt einen wichtigen Stellenwert in unserem Tagesablauf
ein. Es fördert die Entwicklung des Kindes ganzheitlich mit allen Sinnen.
Die Kinder werden im Alltag entsprechend ihrer Entwicklung in Entscheidungsprozesse
mit einbezogen. Damit trauen wir den Kinder zu eigene Entscheidungen
treffen zu können.
Die Kinder entscheiden mit:
• bei der Gestaltung des Tagesablaufs
• bei der Festlegung von Regeln
• bei der Gestaltung des Speiseplans
• bei der Planung und Durchführung von Aktivitäten

Die Gruppen unserer Einrichtung sind altersgemischt (3 Jahre bis Schuleintritt).
Die Altersmischung bietet vielseitige Lern-und Erfahrungsmöglichkeiten. Die älteren Kinder
übernehmen für die neuen Kinder Patenschaften. Hierdurch entwickeln Kinder unterschiedliche
soziale Kompetenzen.

Für die Entwicklung der Geschlechtsidentität ist die Zeit im Kindergarten von besonderer
Bedeutung. Die Kinder setzen sich damit auseinander was es bedeutet ein Junge oder
ein Mädchen zu sein. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, die Kinder bei der Entwicklung
ihrer Geschlechtsidentität durch die Schaffung eines möglichst breiten Erfahrungsspektrums
zu unterstützen.

Interkulturelle Erziehung – Sprachförderung
Ein wichtiger Aspekt unserer interkulturellen Arbeit ist es, der Vielseitigkeit unterschiedlicher
Kulturen offen und neugierig zu begegnen. Dies ist eine grundlegende Kompetenz
für friedliches Miteinander. So haben Kinder die Möglichkeit unterschiedliche Lebensformen
/ Kulturen zu entdecken und kennenzulernen.
Neben der ganzheitlichen Sprachförderung im Alltag bieten wir unser Sprachförderprogramm
„Fienchen“ an.

Jeder Mensch ist einzigartig. Aus diesem Grund ist es uns wichtig, jedes Kind individuell,
seinem Entwicklungsstand, zu begleiten.
Dies beinhaltet unter anderem Unterstützung: beim „Trockenwerden“, bei einschneidenden
Erlebnissen (Trauer, Familienzuwachs, etc.), bei individuellem Umgang mit Stärken/
Schwächen, bei der Integration von Kindern mit Behinderung.
Dabei finden wir Unterstützung durch den Austausch mit Kollegen, Fort – und Weiterbildung,
sowie enger Zusammenarbeit mit den Familien und entsprechenden Institutionen.
Barrierefreiheit unserer Einrichtung erleichtert hierbei unsere Arbeit.

Bildung beginnt bereits vor der Kindergartenzeit – zu Hause oder in der Krippe.
Um unseren Kindern einen guten Übergang in die Schule zu ermöglichen, treffen sich
die Regelschulkinder (Kinder die bis zum 30.06. sechs Jahre alt sind) im letzten Kindergartenjahr
zur gemeinsamen Vorbereitung auf die Schule in der Wackelzahngruppe.
Die künftigen Schulkinder der Eulengruppe nehmen an diesen Treffen im
Haus teil. Funktion der Treffen ist es über die authentischen Themen der Kinder zu
sprechen. Was beschäftigt die Kinder im Blick auf die Schule und was mit Blick darauf,
dass sie im Sommer die Kindertagesstätte verlassen?
Die Kinder werden an der Planung, Vorbereitung, Gestaltung, Durchführung, Nachbereitung
und der Dokumentation beteiligt.
Der Weg zum Ziel ist ein wichtiger Lernprozess für die Kinder.

In ko-konstrusktiven Lernprozessen lernen die Kinder, wie sie gemeinsam mit uns Erzieherinnen
in einer Lerngemeinschaft Probleme lösen, Bedeutungen und ihr Verständnis
von Dingen und Prozessen teilen, diskutieren und verhandeln.
Durch gemeinsame Rituale und Traditionen wird das Wir-Gefühl und das soziale Miteinander
in der Kindertagesstätte geregelt und gestärkt. Sie bringen Struktur in den Tagesablauf
und geben Geborgenheit.
Rituale und Traditionen geben den Kindern Halt und Orientierung, geben Sicherheit und
stärken das Vertrauen. Das Kind bekommt allmählich ein Gefühl von Raum und Zeit.

Eltern sind die ersten und wichtigsten Bezugspersonen ihres Kindes, und deshalb die
wichtigsten Partner der ErzieherInnen. Im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen ErzieherInnen
und Eltern gilt es eine Erziehungspartnerschaft anzustreben. Hier öffnen
sich beide Seiten für einander, tauschen ihre Erziehungsvorstellungen aus und kooperieren
zum Wohl des Kindes.
Damit dies gelinge kann wünschen wir uns eine aktive Zusammenarbeit bei der Umsetzung
unseres Bildungs- und Erziehungsauftrages.

Kooperation und Vernetzung mit anderen Stellen zählen zu den Kernaufgaben unserer
Kindertagesstätte. Zum Wohle des Kindes arbeiten wir gemeinsam mit verschiedenen
Institutionen und pflegen einen regen Planungs- und Informationsaustausch.